Remscheid / Berlin, 4. Januar 2016

Neues Label enttarnt Energiefresser im Heizungskeller

  • Weltweit erste Effizienz-Klassifizierung bestehender Heizanlagen
  • 75 Prozent aller deutschen Wärmeerzeuger müssen gelabelt werden
  • Austausch aller Energiefresser im Keller spart jährlich 55 Mio. Tonnen CO2

Fachhandwerker Mirko Juricke (Embruch GmbH), Karl-Heinz Backhaus (Vaillant), Dr. Peter Ahmels (Deut-sche Umwelthilfe) und Dr. Günther Schellinger (Anlagenbesitzer) (v.l.n.r.) haben heute (04.01.2016) in Berlin die erste Heizung mit dem weltweit einzigartigen Label für installierte Heizgeräte versehen. Bildquelle: Vaillant

Deutschland sieht Rot – zumindest im Heizungskeller.

Seit dem 1. Januar dieses Jahres werden bestehende Heizungsanlagen mit einem Energieeffizienz-Label versehen; so wie Verbraucher es bereits von Kühlschränken, Waschmaschinen und Trocknern kennen. Und damit geht es etwa drei Viertel der deutschen Wärmeerzeuger sprichwörtlich an den Kragen. 14,5 Millionen heimische Heizungen gelten als veraltet und werden sich damit im roten Bereich der Bewertungsskala wiederfinden. Erstmalig erhalten Verbraucher damit konkrete Aussagen zur Effizienz ihrer Heizungsanlage. Vaillant hat heute mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und einem Berliner Fachhandwerkspartner eine veraltete Heizung in Berlin Mitte mit dem weltweit ersten Label für installierte Heizgeräte versehen.

Rote Karte für Energiefresser

„Während der Schornsteinfeger überprüft, ob die Abgaswerte der Anlage im zulässigen Bereich liegen, klärt das neue Energieeffizienz-Label für Altanlagen den Nutzer über die Effizienz seines Heizkessels auf“, so Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer Vaillant Deutschland. „Verbraucher sehen so auf einen Blick, wie effizient ihre Heizung das eingesetzte Gas oder Öl nutzt.“ Das neue Label wird kostenlos vom Schornsteinfeger oder Fachhandwerker vergeben und offenbart unmittelbar, ob unnötige Kosten und CO2-Emissionen durch einen Energiefresser im Heizungskeller entstehen. Grün steht für sparsam, Rot für verschwenderisch. Mit C oder D, also in Rot, gekennzeichnete Kessel sind veraltet und verbrauchen zu viel Energie. Sie sollten ausgetauscht werden. „Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, bedarf es bei der Energiewende auch einer Wärmewende. Durch das Label sehen Verbraucher erstmalig mit einem Blick, wie ineffizient ihr alter Heizkessel arbeitet“, betont Dr. Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe. Allein in Deutschland ließen sich durch den Austausch ineffizienter Heizkessel pro Jahr rund 55 Mio. Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht dem jährlichen CO2-Auststoß von mehr als 25 Millionen Mittelklasse-PKW.

Labelpflicht ab 2017

Ist der alte Kessel mit einem A oder B, also mit Grün oder Gelb, gekennzeichnet, sollte überprüft werden, ob erneuerbare Energie zusätzlich ins System integriert werden kann – z.B. eine Solaranlage. Die beste Effizienzklasse für Gas- und Ölkessel ist A und bedeutet, dass der Heizkessel besonders energieeffizient arbeitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) informiert im Rahmen des neuen Labels ausführlich über das Label und Fördermöglichkeiten für den Kesseltausch.

Ab 2017 sind Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, Geräte ohne Label zu etikettieren. Innerhalb von acht Jahren werden so sämtliche Heizkessel gekennzeichnet, die älter als 15 Jahre sind.

Quelle:
Vaillant Pressemeldung Bilder & Text

SHK- Journal

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